Grundsatz

Die Schnelle Hilfe Bochum sucht und begleitet qualifizierte Pflegefamilien, welche Kinder und Jugendliche in ihre Familien aufnehmen und erziehen.

Die Pflegeeltern verfügen in der Regel über eine pädagogische oder therapeutische Ausbildung und haben sich durch ein Fort- und Weiterbildungsangebot der Schnellen Hilfe Bochum für ihre pädagogische Arbeit qualifiziert.

Als qualifizierte Pflegefamilie übernehmen die Pflegeeltern die Betreuung und Versorgung der vom jeweiligen Jugendamt vermittelten Pflegekinder selbstständig. Ein Anstellungsverhältnis besteht nicht.

Die Pflegeverhältnisse sind in das professionelles Helfer- und Unterstützungssystem der Schnellen Hilfen eingebunden und werden durch die FachberaterInnen intensiv begleitet. Dies umfasst neben einer fortlaufenden Beratung und Betreuung der qualifizierten Pflegestellen auch zeitnahe Krisenintervention, Supervisionsangebote, Veranstaltungen für die Pflegefamilien, Elternarbeit sowie eine Vernetzung und Koordination der beteiligten Fachkräfte.

Formen der familiären Betreuung

Die Schnelle Hilfe Bochum begleitet grundsätzlich drei Formen von Pflegeverhältnissen:

Bereitschaftspflege
Als Bereitschaftspflege erfolgt eine kurzfristige Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen im Alter von 0-18 Jahren in einer qualifizierten Pflegestelle der Schnellen Hilfe (in der Regel gemäß §§ 27, 33 SGB VIII).

Vollzeitpflege mit befristeter Unterbringung
Mit dem Ziel der Rückführung (Verselbständigung) ist eine befristete Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen in einer qualifizierten Pflegestelle der Schnellen Hilfe gemäß §§ 27, 33, ggf. 41 SGB VIII möglich.

Vollzeitpflege mit unbefristeter Unterbringung
Als Dauerpflege ist eine langfristige Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen in einer qualifizierten Pflegestelle der Schnellen Hilfe gemäß §§ 27, 33, ggf. 41 SGB VIII möglich.